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OPENING SEPTEMBER 7

Urban Refractions

im Rahmen der URBAN ART WEEK 07.09. – 12.09.2019
Eröffnung: 7. September 2019, 19 Uhr
Arbeiten von: Michael Ang, Atelier KIM & GOTTLIEB, Natalia Irina Roman
Kuratiert von: Stephanie Fenner

Die Faszination Licht. Es zieht uns an und lässt uns wachsen. Es ist notwendig für das Leben, für die Menschen, die meisten Tiere und Pflanzen. Es steht für Hoffnung, Ideen und die Aufklärung. Es bewegt sich gerade und in Form von Strahlen. Es lässt Objekte zum Leben erwachen. Licht kann einen Raum transformieren, uns an einen anderen Ort transportieren und erschafft andere Realitäten – es beeinflusst unsere Wahrnehmung und Stimmung.

Der urbane Raum gleicht manchmal einer unüberschaubaren Wildnis. Die Lichter der Nacht verändern die Stimmung maßgeblich. Durch die Koexistenz von Licht und Schatten ist das im Dunkeln geheimnisvoll Verborgene ständig präsent. “Das Gesicht eines Menschen erkennst du bei Licht, seinen Charakter im Dunkeln. (- Konfuzius). Licht erschafft eine Form, einen Raum, der erst durch die Abgrenzung durch seinen Schatten entsteht.

Der Künstler Michael Ang untersucht in seiner Arbeit “City Refl3ctor” zwischenmenschliche Beziehungen, Empathie und die Reflektion des eigenen Selbst. Die interaktive Arbeit lädt die Besucher ein, einen Blick auf sich selbst und andere zu werfen. Der Mensch ist bezaubert von seinem eigenen Spiegelbild – Narziß ist eines der bekanntesten Beispiele dafür. Die Identitäten überlappen sich, was ist die Identität im öffentlichen Raum?

Das Künstlerduo Atelier KIM & GOTTLIEB zeigt die neue Videoarbeit “Kumulus”. Dieses generische Video zeigt unser zeitgenössisches computergestütztes Verständnis dessen, was wir “Klima” nennen. Wolken werden simuliert, die Simulationen entwickeln sich durch Drahtgerüste zu fluktuierenden Datenpunkten, die sowohl Natur als auch Kunst sind.

Die Welt der Züge und Zugreisen war schon immer eine Welt voller Licht und Lichtsignale, in der die Zeit anderen Gesetzen folgt als jenseits der Schienen. Mit dem Projekt “Along the Lines” und in Kooperation mit dem Hauptstadtkulturfonds verwandelte die Künstlerin und Kuratorin Natalia Irina Roman 2018 ehemalige Stellwerke in Berlin in Kunstorte. Aus vorbeifahrenden Zügen und vom Bahnsteig aus ließen sich die Lichtinstallationen wahrnehmen, mit denen die Stellwerke wiederbelebt wurden, und hoben so ihr Potential für eine Stadt hervor, in der Raumnot ein immer größeres Problem wird.

Öffnungszeiten:
Sa. 07.09. – Do. 12.09., 18 Uhr bis 22 Uhr

Mehr Information zu den Künstler*innen gibt es hier:
www.michaelang.com
www.kimgottlieb.com
www.nataliairinaroman.eu
www.facebook.com/sitespecificideas

Veranstaltungen:
Montag, 09.09.2019, 15-18 Uhr Workshop “Introduction to lightning and electronics”
Teilnahmegebühr 25 €
https://www.facebook.com/events/1112450395622327/
Dienstag, 10.09. 19 Uhr Artist Talk mit Michael Ang
Mittwoch, 11.09. ab 19 Uhr, Artist Talk mit Natalia Irina Roman,
über das verborgene Potenzial von stillgelegten Objekten der Deutschen Bahn,
ab 20 Uhr, Artist Talk mit Atelier KIM & GOTTLIEB

Urban Refractions

Taking part in URBAN ART WEEK
September 7 – September 12, 2019
Opening: September 7, 2019, 7 p.m.
Artists: Michael Ang, Studio KIM & GOTTLIEB
Curated by: Stephanie Fenner

The fascination of light. It attracts us and lets us grow. It is necessary for life, for people, for most animals and plants. It stands for hope, ideas and enlightenment. It moves straight forward and in the form of rays. It brings objects to life. Light can transform a space, transport us to another place and create other realities – it influences our perception and mood. 

Urban space sometimes resembles a vast wilderness. The lights of the night change the mood significantly. Through the coexistence of light and shadow that what is mysteriously hidden in the dark, is constantly present. “You recognize the face of a person by light, his character in the dark. (- Confucius). Light creates a form, a space, which is only created by the demarcation by its shadow. 

In his work “City Refl3ctor” the artist Michael Ang investigates interpersonal relationships, empathy and the reflection of one’s own self. The interactive work invites visitors to take a look at themselves and others. One is enchanted by his own mirror image – narcissism is one of the best known examples of this. Switching identities. Shared identity in public space. 

The artist duo Atelier KIM & GOTTLIEB shows the new video work “Kumulus”. This generative video depicts our contemporary computational understanding of what we call “climate”.  Clouds are simulated, the simulations devolve through wireframes to fluctuating points of data which are both Nature and art. 

The world of trains and train journeys has always been a world of light signals, in which time is ticking otherwise than off tracks. With her project “Along the Lines” the installation artist and curator Natalia Irina Roman transformed in 2018, former signal towers in Berlin in cooperation with Hauptstadtkulturfonds, into spaces for arts, seen from trains passing by and from train platforms. She reactivated with her light installations the former towers and highlighted their potential in a city dealing with an increased scarcity of space.

 

Opening hours:
Sun. September 8 – Thu. September 12, 6 to 10 p.m.

More info about the artists:
www.michaelang.com
www.kimgottlieb.com
www.nataliairinaroman.eu
www.facebook.com/sitespecificideas

Events:
Monday, September 9, 3-6 p.m.
Workshop “Introduction to lightning and electronics”,  participation fee: 25 €
https://www.facebook.com/events/1112450395622327/

Tuesday, September 10, Artist Talk with Michael Ang, 7 p.m.

Wednesday, September 11, Artist Talk

7 p.m. with Natalia Irina Roman about “The Unexplored Potential of Disused Spaces of Deutsche Bahn”
8 p.m. with Atelier KIM & GOTTLIEB

Youjin Sung & Saa Wee –

Contemporary Korean Shaman Ritual

Wir leben in einer Zeit von Umbrüchen und unvorhersehbaren Ereignissen, Gruppen formieren sich, extreme Meinungen leiten verunsicherte Menschen, Grenzen verhärten sich – wir sind „disconnected“. Es gibt einen Bedarf an Zeremonien und Veranstaltungen, die die Menschen zusammenführen können. Rituale, Heilungszeremonien und Energieaustausch scheinen gesellschaftlich eine immer größere Rolle einzunehmen. Musik, Tanz und Bewegung sind eine wichtige Möglichkeit, auf sehr unmittelbare Art und Weise Kontakt zwischen den Menschen herzustellen.

Youjin Sung und SaaWee (Sita Chay & Kim Jihye) führen mit den Instrumenten Violine, Percussion und Gayageum durch einen Abend der spirituellen Reinigung und Heilung. In sechs Teilen präsentieren sie verschiedene Themen, die den Geist öffnen und treiben lassen.

***

We live in a time of upheavals and unpredictable events, groups are formed, extreme opinions are led by insecure people, boundaries harden – we are disconnected. There is a need for ceremonies and events that can bring people together. Rituals, healing ceremonies and energy exchange seem to play an increasingly important role in society. Music, dance and movement are an important way to establish contact between people in a very direct way.

Youjin Sung and SaaWee (Sita Chay & Kim Jihye) lead with the instruments violin, percussion and gayageum through an evening of spiritual purification and healing. In six parts they present different themes that open the mind and let it drift.


Herzliche Einladung zu einem Abend mit koreanischer Musik & Literatur!

Zum Konzert der klassischen Gayagūm-Spielerin Yujin Seong und Lesung aus dem Buch Der Yalu fließt von Mirok Li am 17.05.2019 um 20 Uhr laden wir Sie herzlich ein:

Yujin Seong hat eine klassische Ausbildung an der Universität in der traditionellen koreanischen Musik absolviert – seit ihrem zwölften Lebensjahr spielt sie das Instrument Gayageūm. Sie spielte als Mitglied mehrerer Ensembles und mit dem Janacek Philharmonie Ostrava. Ebenso trat sie als Solistin in den Konzertprojekten Grida, Gayagūm Duo Projekt Sam, Gayagūm Sanjo nach Choi Ok-Sam in dem Programm Gespielt. Erklärt. Gespielt und Minsok-ak Trommelschlag des Herzens auf. Außerdem wirkte sie als musikalische Leiterin bei den Theaterstücken “Dumb Waiter”, “The Murder in the Cathedral” und “Voice” in verschiedenen Theatern mit. Seit 2014 lebt sie als Gayagūm-Spielerin und als Mitglied des AsianArt Ensemble in Berlin.

Der Roman Der Yalu fließt wurde 1946 von dem koreanischen Autor Mirok Li in Deutschland veröffentlicht – später auch in Übersetzung in Korea. Er gibt eine persönliche Perspektive auf die Geschichte eines jungen Mannes, der sich in der Zeit der japanischen Besetzung einer Unabhängigkeitsbewegung anschließt und daraufhin fliehen muss. Er überquert den Grenzfluss Yalu und sein Weg führt ihn nach Deutschland. Aus der Distanz schaut er zurück auf seine eigene Geschichte.

Im Dialog wechseln sich Lesung und Musik ab und eröffnen verschiedene Betrachtungsweisen auf die koreanische Kultur und Geschichte. Es wird gelesen von Mathias Jurtzig und Yujin Jung.


VIDEOCRATICA – DE-COLOMBIANITY NOW!

Presentation of the artists of the first cycle of residences of “Videocrática” in 2019.

In this second year of the exchange program for artistic residencies between Colombia and Germany, Videocrática has received in Berlin between March 14 and April 14 the following Colombian artists: 𝗦𝗮𝗻𝗱𝗿𝗮 𝗥𝗲𝗻𝗴𝗶𝗳𝗼, 𝗔𝗹𝗲𝘅𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗥𝗶𝗼𝘀, and -𝗟𝗮 𝗥𝗮𝗱𝗶𝗼 𝗖𝗿𝗶𝗼𝗹𝗹𝗮- a guest project to the sound creation residency.

Within the framework of Videocrática 2019, residence of audiovisual creation led by El Kruce projects in Bogotá + Kunstrial e.V. In Berlin. For this first cycle of the year we have an exchange agreement with Puerto Contemporáneo, a residence for artistic creation located in Cartagena – Colombia, which will receive an artist living in Berlin selected by Videocrática during the month of June of this year.

In addition to the presentation of projects in residence, we will also show some of the audiovisual projects that were part of the official video art program of PANORAMA COLOMBIA, the fifth version of the Colombian Film Festival in Berlin that took place from April 14 to 17. A gift to all those video art lovers who could not attend Panorama Colombia.

*FREE ENTRANCE*
TOTAL LENGTH OF THE PROGRAM: 1H 55M
https://www.panoramacolombia.com/videoart

𝗗𝗘-𝗖𝗢𝗟𝗢𝗠𝗕𝗜𝗔𝗡𝗜𝗧𝗬 𝗡𝗢𝗪!
(VIDEOART PROGRAM)

Videocañonazos del Post-conflicto. Vol 3.
𝗖𝗼𝗹𝗼𝗺𝗯𝗶𝗮𝗻 𝘃𝗶𝗱𝗲𝗼𝗮𝗿𝘁 𝗼𝗻 𝗣𝗼𝘀𝘁-𝗰𝗼𝗻𝗳𝗹𝗶𝗰𝘁 & 𝗨𝘁𝗼𝗽𝗶𝗮.

Panorama Colombia, the Colombian Film Festival of Berlin, in its fifth version, is pleased to announce its official video art program that will include the participation of:

SIDE A
Edinson Quiñones, CA – U – CA, 2018
Alexander Rios, El mensaje de la montaña, 2018
Carol Sabbadini, Mi Lengua, 2012
Santiago Camargo, Idolación. 2017
Miguel Ángel Rojas, Dogma y conciencia, 1999
Esteban Rivera, The extension of the heaven, 2016
Mario Opazo, La imagen, 2013

SIDE B
Fernando Arias, Bandera de la PAS 2016 (Flag of PAS 2016), 2016
Fernando Arias, Bandera de la PAS 2018 (Flag of PAS 2018), 2018
Carlos Motta, Where Do I Stand?, 2008
Tatyana Zambrano, Attached message / Mensaje adjunto, 2016
Clemencia Echeverri, Version Libre, 2011
Tatyana Zambrano, Vernissage Museo FARC-EP, 2016
Diego Aguilar, Acta de fundación, 2009
Ricardo Moreno, Tren minero incesante, 2018
Videocrática – Artist in residence project.
Sandra Regifo, Διαψαλματα / Diapsálmata, 2018

“The savages that inhabit it would be civilized, and our possessions would be increased in the acquisition of the Goajira [territory]. This nation would be called Colombia, as a tribute of justice and gratitude to the breeder of our hemisphere.”

Simón Bolivar

The Jamaica Letter, September 6, 1815.

The brief quote of Bolivar transcribed at the beginning of this text is sufficiently extensive to clearly show part of the colonial matrix of powers with which our independent nation, Colombia, was conceived and constituted. Hierarchies of domination in class, race, gender and economy tell how ideological structures are exclusionary, naturalized and easy to identify.

In the national identity, the legacy which we must fight against remains, this ‘tribute of justice and gratitude to the breeder of our hemisphere’, converts our nation in the paradigm of the colonial nature of being, of knowledge and power. In this homage to Christophorus Columbus, Colombia carries in its implicit name the categorical denial of all those excluded from the national memory.

Perhaps an alternative to follow an independence project like the one of ‘Colombia’, would be precisely to de-colombianize its identity, in the midst of an analytical and practical effort for de-linking and confronting these colonial matrices of power in religion, state and society. That is, to reverse the homage or at least to question those ideological structures that make it possible in the collective unconscious. This is the intention, not unique, but shared, of the selected audiovisual projects that are part of this exhibition.

By Julián Santana.

Timeline:

18:00 – 18:45 De-colombianity Now! Part 1 Good bye, dogma!
18:45 – 18:55 Short time for questions.
18:55 – 19:40 De-colombianity Now! Part 2 Hello again, utopia!
19:40 – 20:20 Talk with the artists who take part in this first cycle of “Videocrática”
20:20 – 20:45 Decolonial Museum. Videoart program.


Invitation to Cultural Traveler’s Event

Date: March 7, 2019
Time: starts 7 p.m.
Venue: project space KIMGO
John-Schehr-Straße 1, 10407 Berlin
www.kimgo.de

Curator: Wei-Wei Wang
Organizers: Jinran Kim, Stephanie Fenner
Artist: Andreas Walther www.andreaswalther.de
Artist: Walter Yu www.walteryu.de

In a global era such as now, encountering people from another country, culture and language background has become more and more common in our lives. Despite the utopian hope of ours to be world citizens, it’s our humanly tendency to look at people whom we don’t know with stereotypes-lenses.

However, living in two culture sectors are becoming more and more common nowadays for the reasons of business and study. Those experiences of living in different cultures enable us to create more than one culture database in our heart and on our mind to understand this world.

This is an era of cultural travelers. Each one of us is an unique existence. It’s fairly normal that we have different opinions on things with people from the same culture and language backgrounds. Not to mention with people from miles away. In order to reach the utopia of mankind, listen to each other’s stories with heart and embrace the differences among us seem to be the only key. Are you ready to be a cultural traveler? Brace yourself with an open mind, we are about to take off.

Requirements to the guests:

You are invited to join an evening of music, art and food from different cultures. Please prepare a dish or drink that can represent your identity. We will have time to introduce you through the dish. But please still feel welcome to come if you cannot prepare it on time.

Welcome to the Cultural Travelers Event!


Die Serie „Winter Forest“ der Künstlerin Jinran Kim zeigt mystische, menschenleere Landschaften aus Gaze und Asche.
Die Landschaften in schwarz-weiss erscheinen durch die plastische Modellierung mit Gaze sehr greifbar
und laden die Betrachter ein in diese winterliche, eisige Welt einzutauchen.

Schaut man genauer hin, sieht man, dass die Motive aus einzelnen Fäden der Gaze zusammengesetzt sind.
Ein sensibles und feines Material, das genutzt wird um Wunden zu verbinden und ihren Heilungsprozess zu unterstützen.
Es wird hier von der Künstlerin verwendet um neue Welten entstehen zu lassen.

Trotz der friedlichen Stille wirken die Landschaften gespenstisch und Unheil verheißend – die Natur als stummer Zeuge von historischen Ereignissen.
Mit diesen Arbeiten knüpft Jinran Kim an ihre Serie „After the Rain“ an, die ebenfalls mit Asche und Gaze fiktive Ruinenlandschaften in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt.
Sie führt damit ihre Faszination für die deutsche Geschichte und Erinnerungskultur fort.

Die apokalyptische Ruhe der Werke erinnert an die ruhigen, aber düsteren Wälder und Landschaften, die aus Grimms Märchenwelten stammen könnten.
Obwohl sie den Betrachtern einen Schauer über den Rücken laufen lassen, werden sie wie magisch davon angezogen.